Antigone von Sophokles

Das neue Stück

„Ich bin nicht zum Hass, ich bin für die Liebe geboren.“

Meint Antigone. Dafür kann man doch nicht zum Tode verurteilt werden.

Kann man doch. Meint Kreon, der neue Herrscher von Theben.

Er hat eben die Stadt gerettet und verboten, dass man die toten Feinde beerdigt.

Unter den Feinden war Antigones Bruder. Und weil sie ihn liebt, beerdigt sie ihn. Das ist verboten, und deswegen soll sie nun sterben.

Liebe war ihr einziges Verbrechen.

Schon zum dritten Mal beteiligen sich die Tramödians an „Luther im Augsburger Land“, einer Gemeinschaftsaktion der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Gersthofen - Meitingen – Wertingen. Dieses Jahr ist das Motto „Reformation und Politik“. Passend dazu haben wir das knapp 2500 Jahre alte Stück von Sophokles gewählt. Es berührt heutzutage immer noch. Der Konflikt der beiden Hauptpersonen ist unlösbar. Keiner kann nachgeben: Kreon nicht, weil er sonst seine Autorität als Herrscher untergraben würde; und Antigone nicht, weil sie sonst ihren Bruder verraten würde. Spannend und politisch brisant ist das immer noch – wieviel Gehorsam darf ein Staat, eine politische Macht fordern? Wann muss man sich auflehnen? Wann ist Zivilcourage zu zeigen?
Wir spielen das antike Originalstück, nur behutsam an wenigen Stellen modernisiert, weil der antike Text eine enorme Wucht besitzt und man sich ihm nach wie vor nicht entziehen kann.
Außer in Meitingen zeigen wir unsere Inszenierung auch heuer wieder in der Dinkelscherbener Philipp-Melanchthon-Kirche.

Mit Kathrin Ammann, Boffi Freundlinger, Erica Graich, Michael Kalb, Elisa Spatz, Christine Völk, Lorenz Wiedemann; Musik: Dominik Bullach; Technik: Jan Ude

Samstag, 11. Oktober 2014
19.30 Uhr
Meitingen Gemeindehaus, St.-Johannes-Str. 6, 86405 Meitingen
(Karte)

Sonntag, 12.Oktober 2014
19.30 Uhr
Philipp-Melanchthon-Kirche, Kohlstattstr. 2, Dinkelscherben
(Karte)

Ankündigung Augsburger Allgemeine 1. Oktober 2014

Fotos

Bericht in der Augsburger Allgemeinen - 15. Oktober 2014